Bei der Auftaktveranstaltung der Lesereihe im Unikeller am 23. Februar liest der Schriftsteller Frank Schulz.

Der „Unikeller“ präsentiert in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen die neue Veranstaltungsreihe „Lese-Rampe“. An jedem letzten Freitag im Monat gehört die Bühne des traditionsreichen Studentenlokals unter dem historischen Osnabrücker Schloss (heute Universität) einem Autor oder einer Autorin. Das Publikum darf sich freuen auf spannende literarische Werke sowohl der belletristischen wie der Sachbuchsparte. Krimis und historische Romane, Heldenreisen und literarische Hochkomik – das Feld ist weit gesteckt. Die „Lese-Rampe“ bietet Raum für erfahrene Schriftsteller ebenso wie für den vielversprechenden Nachwuchs, für Verlagsautoren wie für ambitionierte Selfpublisher. Jede Lesung beginnt mit einem kurzen Werkstattgespräch mit Gastgeber Dr. Harald Keller, Autor, Journalist und Lehrbeauftragter am Fachbereich Sprache und Literatur der Universität Osnabrück, rund um Themen wie Schreiberfahrungen und Schaffensprozesse, Erzählstrategien, Marktgeschehen, Literaturbetrieb.

Zum Auftakt der Lesereihe dürfen die Veranstalter am Freitag, 23. Februar, um 20 Uhr im Unikeller (Neuer Graben 29), Frank Schulz begrüßen, Autor kultisch verehrter Romane wie „Kolks blonde Bräute“ und „Onno Viets und der Irre vom Kiez“. Schulz ist einer der originellsten, fabulierfreudigsten und wortmächtigsten Schriftsteller deutscher Zunge und wurde mit dem Hubert-Fichte-Preis (2004), dem Irmgard-Heilmann-Preis (2006) und dem Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor (2015) ausgezeichnet. Harry Rowohlts bündige Feststellung: „Sowieso mein Lieblingsautor“.

Im ersten Teil des Abends liest Frank Schulz Passagen aus seinen Romanen. Nach der Pause gibt es dann im Zusammenspiel mit Harald Keller Kurztexte und ein Gespräch. Die beiden Autoren gedenken der verblichenen Humorzeitschrift „Kowalski“, für die sie zeitgleich geschrieben haben. Und sie werden lesend und plaudernd an den verstorbenen Harry Rowohlt erinnern, mit dem beide befreundet waren und der im März 73 Jahre alt geworden wäre.

Zum zweiten Termin, ausnahmsweise am vorletzten Freitag im März, liest Heike Maria Fritsch aus ihrem Krimi „Blindes Blut“. Die Autorin verknüpft die in der NS-Zeit für eine rassistische Ideologie missbrauchte Blutgruppenforschung auf mehreren, geschickt miteinander verschränkten Zeitebenen mit Begebenheiten aus den 1970er-Jahren und der Gegenwart. Heike Fritschs berufliche Anfänge lagen in Osnabrück; ihr in Arbeit befindlicher neuer Roman wird einige Figuren aus „Blindes Blut“ näher an Osnabrück heranführen. Für den April hat Ulrike Kroneck zugesagt. Sie verfasst unter anderem Kriminalromane und Sachbücher und arbeitet als Lektorin und Herausgeberin.

Der Eintritt ist frei.

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