Verschlungene Wege

Installationsansicht
Installationsansicht | Foto: Angela von Brill

„Forma Forma“ – architektonische Installation von David Rauer & Joshua Sassmannshausen

Vielleicht ist dies die längste von Künstlern jemals erbaute Form einer Türschwelle, vielleicht die überirdischste Untertunnelung eines Kirchenraums, ein feinstrukturierter Raumtransformator, der menschliche Orientierungsverluste in insgesamt 260 Laufmeter übersetzt. Die architektonische Installation verlängert die Wegstrecke vom Haupteingang zum Nebenausgang des ehemaligen Kirchenraums mindestens um ein Zwanzigfaches und führt doch wieder an den Anfang zurück. Mit dem aus Sperrholzplatten gebauten Raumlabyrinth ist eine gigantische Archi-Skulptur entstanden, die dem Besucher ungewohnte Gedankengänge ermöglicht und ihm ein hohes Maß an Detailwahrnehmung abverlangt. Auf verschlungenen Wegen gibt es Aussichtspunkte, Himmels- und Greiflöcher, „Spione“ und andere Sichtspalten zu entdecken. Neben der zehn Meter langen Luftkabine mit wulstigem Eingang, zahlreichen Feuermeldern und Skulpturen, verteilen die Künstler auch Baumaterial, eine überdimensionale Teppichrolle und weiche Schaumstoffmatten, die den Besucher im Chorraum nach der ersten Wegstrecke empfangen.

> bis 30.10.2016, Kunsthalle Osnabrück
Vermittlungsprogramm unter: kunsthalle.osnabrueck.de/kunst-erleben

ähnliche

Nachdenklichkeit „at it's best“! Das Videokunst-Projekt „Lichte Momente 2017“ in der Osnabrücker...